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„Juden in den Fängen der
NS-Justiz“ am Sonntag, 7. Dezember
2025, 16 Uhr, Gemeindesaal St. Michael, Kurze Straße, mit Arnulf Heinemann Nach dem 1934
erlassenen „Gesetz gegen heimtückische Angriffe auf Staat und
Partei“, kurz „Heimtückegesetz“,
wurde mit Gefängnis bestraft, wer „gehässige, hetzerische
oder von niedriger Gesinnung zeugende Äußerungen über
Persönlichkeiten des Staates oder der NSDAP“ machte, ob
öffentlich oder privat. Kritik am Regime sollte im Keim erstickt werden.
Nicht nur Oppositionelle, sondern auch Jüdinnen und Juden waren
betroffen, die sich gegen ihre Diskriminierung und Verfolgung wehrten. 1939
folgte die „Volksschädlingsverordnung“. Auf dieser Grundlage
verurteilte das Sondergericht Braunschweig 1942 den Juden Moritz (Moses)
Klein wegen eines vermeintli-chen
Sittlichkeitsverbrechens zum Tode. Er wurde in Wolfenbüttel
hingerichtet. Hingerichtet wurde als angeblicher
„Volksschädling“ auch der Nürnberger Leo Katzenberger
wegen seiner Beziehung zu einer nicht-jüdischen Frau. Arnulf Heinemann, Historiker und
Experte für die NS-Justiz in Niedersachsen, analysiert die Schicksale
dieser beiden Menschen, die exemplarisch für viele stehen. Nicht nur
politisch Oppositionelle, sondern auch „unpolitische“
Jüdinnen und Juden gerieten unter Vorwänden in die Fänge der
NS-Justiz. Auch wenn die Diskriminierung in den Gefängnissen sich
fortsetzte, sie mussten weiterhin den gelben Stern tragen, so erging es ihnen
mit ärztlicher Betreuung und Besuchserlaubnis dort besser als in den
Konzentrationslagern, in denen sie Menschenschindern ausgeliefert waren. Die Veranstaltung soll gegen 18 Uhr beendet sein. Jüdisch-christlicher
Kalender ab sofort erhältlich Am 25. September begann nach der
jüdischen Zeitrechnung das neue Jahr 5786. Um sich angesichts
zahlreicher Fest-, Feier- und Gedenktage zurechtzufinden, bietet das
Jüdische Lehrhaus Göttingen nach zwei Jahren Unterbrechung den
bewährten Kalender mit jüdischen und christlichen Fest- und
Feiertagen in nunmehr 20. Auflage an. Der Kalender umfasst das komplette
jüdische Jahr 5786 sowie den Beginn des jüdischen Jahres 5787, also
die letzten vier Monate des gregorianischen Jahres 2025 und das gesamte Jahr
2026. Neben den rein kalendarischen Informationen enthält er
Erklärungen zu den jüdischen Festen, Monatsanfängen und Verkündungen
sowie volle und halbe Fasttage. Außerdem gibt es eine Übersicht
über die geplanten Veranstaltungen des Jüdischen Lehrhauses und
einen Abriss über die Geschichte jüdischen Lebens in Göttingen
seit 1289. Der Kalender bietet sich darum auch für den Schulunterricht
als Lehr- und Informationsmaterial an. Er kann ab sofort gegen eine Spende ab einem Euro pro
Stück bei den Lernnachmittagen sowie in den Göttinger
Buchhandlungen Hertel und Laura erworben werden. Größere Mengen
sind per E-Mail (jlhgoe@gmail.com) zu bestellen. Der Vortrag von Dr. Hermann Engster über Die
Verlagerung des Massenmords auf die Straße (1944/45: Todesmärsche,
Menschenjagden) vom 9. November 2025 liegt zum Nachlesen als
PDF-Datei vor. Hier herunterladen! Der Vortrag von Dr. Hermann Engster über Goethe und die Juden – Faszination
und Feindseligkeit vom 17. August 2025 liegt zum Nachlesen als PDF-Datei
vor. Hier herunterladen! Vortrag von Dr. Hermann Engster zum Thema: Heinrich Heine, Jude und Deutscher vom 19. Februar 2023 zum
Nachlesen als PDF-Datei: Hier
herunterladen! Vortrag von Dr. Hermann Engster anlässlich der Jüdischen Kulturtage Göttingen 2022: Audio-Mitschnitt verfügbar Die Veranstaltung mit Rabbiner Avraham
Yitzchack Radbil aus
Konstanz zu „Jüdische Sicht auf die Sintflutgeschichte“ wurde als ZOOM-Meeting präsentiert.
Angesichts des guten Frühlingswetters hatten zahlreiche Interessierte im
Vorfeld angefragt, die Ausführungen von Rabbiner Radbil
später verfolgen zu können. Aus technischen Gründen ist leider
nur eine Audio-Datei verfügbar, die erst nach den
Begrüßungsworten des Rabbiners einsetzt. Die
Audio-Aufzeichnung dauert etwa 90 Minuten und ist hier (als m4a-Datei) oder hier (als mp3-Datei) herunter zu laden. Video- und Audio-Mitschnitt verfügbar Zur Veranstaltung anlässlich der „Lange Nacht der Erinnerung“ mit Anton Grüber, der
über die Geschichte des Hauses Rote Straße 28 und seine Bedeutung
für das jüdische Leben in Göttingen informierte, liegen zwei
ZOOM-Dateien vor. Der Audio-Mitschnitt als MP3-Datei, der Video-Clip als MP4-Datei. Shakespeare-Vortrag als PDF-Datei verfügbar Dr. Hermann Engster hat das Manuskript seines Vortrages „Der
Kaufmann von Venedig – Drama vom Geld und dem Juden, Geldwirtschaft und
Antisemitismus bei Shakespeare“ (vom 17. Oktober 2021) als PDF-Datei
zum Herunterladen zur Verfügung gestellt. Die Datei finden Sie hier. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Bei Fragen zu
den einzelnen Veranstaltungen wenden Sie sich bitte an Veranstaltungen 2025 (Änderungen aus aktuellem
Anlass sind möglich) 9.
März Der
Dirigent Otto Klemperer mit
François Lilienfeld 17. August Goethe
und die Juden – Faszination und Feindschaft mit Dr. Hermann Engster 14. September Jiddisch mit Janina Wurbs 19. Oktober Der
jüdische Witz mit Rabbiner Levi Israel Ufferfilge 9. November Lange Nacht der Erinnerung:
Todesmärsche, Menschenjagden mit
Dr. Hermann Engster 7. Dezember Juden in den
Fängen der NS-Justiz mit Arnulf
Heinemann Veranstaltungen 2024 28. April Franz
Kafka, ein jüdischer Schriftsteller mit
Dr. Hermann Engster 20. Mai „Paul Bernays, ein jüdischer Professor in
Göttingen“ mit Prof. Dr.
Reinhard Kahle 14. bis 16. Juni Jüdische
Kulturtage Göttingen 2024 (22. Jahrestag der Gründung des
Lehrhauses) 15. September Hommage an Georg
Kreisler mit Maja Hilke und Carolin Hlusiak 19. Februar Heinrich
Heine: Jude und Deutscher mit Dr.
Hermann Engster 5. April „1. Seder“ – Feier bei und mit der Jüdischen Kultusgemeinde 16. – 17. Juni Jüdische
Kulturtage anlässlich des 21. Jahrestages der Gründung des
Lehrhauses mit offenen G‘ttesdiensten in der Synagoge Rote Straße
28 sowie zwei Vorträgen 1. Oktober „Sukkot“
– Feier mit Grillen zum Auftakt des
Laubhüttenfestest (ab 16 Uhr) 9. November „Lange
Nacht der Erinnerung“, Beginn 19.30 Uhr, Thomas-Buergenthal-Bibliothek 10.
Dezember „Chanukkafeier
– Mit Zünden des 4. Lichtes“ (ab 18 Uhr) Veranstaltungen 2022 16. Januar: „Jüdische Dichterinnen und
Schriftstellerinnen“. – Esther Heling-Hitzemann und Hinrich Lange
lesen aus Werken von Gückel von Hameln, Mascha Kaleko, Hannah
Arndt und Ruth Klüger. 20. März: „Jüdische
Sicht auf die Sintflutgeschichte“ mit
Rabbiner Radbil, Konstanz 15.
Mai: „Zwei sephardische Lieder im historischen
Zusammenhang“ mit dem KlezPo und Wieland
Ulrichs, Göttingen 16.
– 19. Juni: Jüdische Kulturtage anlässlich des 20.
Jahrestages der Gründung des Lehrhauses mit offenen G‘ttesdiensten
in der Synagoge Rote Straße 28 sowie Musik, Tanz und Vortrag Im
Juli und August kein Lernnachmittag (Ferien) 18.
September: „Die Bedeutung der Hohen Feiertage Rosch
Haschana und Jom Kippur sowie die Zeit der Einkehr im Judentum“ mit
Eva Tichauer Moritz 9.
Oktober: „Sukkot“ – Feier mit Grillen zum Auftakt des
Laubhüttenfestest 9.
November: „Lange Nacht der Erinnerung“ Veranstaltungen 2021 17. Januar: „Jüdische Dichterinnen und
Schriftstellerinnen“. – Esther
Heling-Hitzemann und Hinrich Lange lesen aus Werken von Gückel von Hameln, Mascha Kaleko,
Hannah Arndt und Ruth Klüger. Diese im Rahmen des Bündnisses 27. Januar
geplante Veranstaltung muss zu einem späteren Termin nachgeholt werden,
weil die Referenten nicht ohne Kontakt zu den Zuhörern vortragen
möchten. 27. März: „1. Seder“ – Feier bei und mit der Jüdischen Kultusgemeinde 18. April: Vortrag zum Gedenken an Ruth Klüger mit Dr. Hermann Engster 16. – 20. Juni: Jüdische Kulturtage anlässlich
des 19. Jahrestages des Lehrhauses mit Musik, Tanz und Vortrag 12. September: Zum 200. Geburtstag von Louis
Lewandowski mit Kantor François
Lilienfeld 20. September: Fest in der Sukka
mit Grillen bei und mit der Jüdischen Kultusgemeinde 17. Oktober: Das Drama vom Geld und dem Juden. Geldwirtschaft und Antisemitismus in
Shakespeares Drama „Der Kaufmann von Venedig“ mit Dr. Hermann Engster 9. November: „Lange Nacht der Erinnerung“ 5. Dezember: „7. Tag Chanukka – Feier mit
Konzert“ Veranstaltungen 2020 19. Januar: „Wer an die Welt glaubt, kann nicht
gottlos bleiben“ – Martin Buber über Atheismus und
Frömmigkeit; mit Theologin Maja Glozober, Hannover 16. Februar: „Freuds
Anna O.“ Über das Leben und Wirken der Berta Pappenheim“; mit
Marianne Brentzel 22. März:
„Jüdische Sicht auf die Sintflutgeschichte“;
mit Rabbiner Radbil, Konstanz – Ausfall
wegen Corona-Pandemie 8. April: „1.
Seder“ – Feier bei und mit der Jüdischen Kultusgemeinde
(Mittwoch!) – Kostenbeitrag für Speisen und Getränke
– Ausfall wegen Corona-Pandemie 17. Mai: „Das
sephardische Lied“; mit Wieland Ulrichs, Göttingen –
Ausfall wegen Corona-Pandemie 14. – 16. Juni:
Jüdische Kulturtage anlässlich des 18. Jahrestages des Lehrhauses
mit Musik, Tanz und Vortrag – Ausfall wegen Corona-Pandemie 12. Juli:
„Exkursion zum sephardischen Friedhof in Hamburg“ –
Ausfall wegen Corona-Pandemie 20. September: Rosch
Haschana 5781, 2. Tag des Jüdischen Neujahrsfestes – Bedeutung der
Hohen Feiertage für die Juden 18. Oktober:
„Emmanuel Levinas – Ethik und Religionsphilosophie“;
mit Rüdiger Pürschel 9. November:
„Lange Nacht der Erinnerung“: Beginn gegen 19.30 Uhr 15. November: Konzert mit Monica Guttmann & Ramón Jaffé 13. Dezember: „3.
Tag Chanukka – Feier mit Konzert“ – Kostenbeitrag für
Speisen und Getränke Veranstaltungen 2019 20. Januar: „Wo man Bücher
verbrennt...“ – zu Heinrich Heine, Lesung mit Hinrich Lange. Im
Rahmen des Bündnis 27. Januar: Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus 17. Februar: „Klezmer-Musik: Band oder
Orchester“ mit Wieland Ulrichs und KlezPO 17. März: „Bedeutung Esthers für die
heutige Frau“ mit Haddassah Geburek
– entfällt, dafür: 19. April: „1.
Seder“ – Feier bei und mit der Jüdischen Kultusgemeinde
für Göttingen und Südniedersachsen e.V. (Freitagabend;
Unkostenbeitrag für Speisen und Getränke) 19. Mai: „Leben und Lieder der Oma
Sima“ mit Kantor Yoed Sorek – entfällt, dafür: „Alles
wirkliche Leben ist Begegnung: Martin Bubers Bedeutung für das
allgemeine Bild vom Menschen und für die Psychotherapie in seinem Buch
„Ich und Du“
mit Maja Glozober 13. – 16. Juni: Jüdische Kulturtage anlässlich
des 17. Jahrestages des Lehrhauses mit offenen G‘ttesdiensten in der
Synagoge Rote Straße 28 sowie Musik, Tanz und Vortrag (Programm-Flyer
im Mai) 18. August: „Klezmer“, Musik mit den
„Evas“ 15. September: Exkursion zu Plätzen der
Verspottung des Judentums 13. Oktober: „Sukkot“; Feier in Zelten in
unserer „Wüste“ entfällt,
stattdessen 6. Oktober: „Von der Lower East Side zum
Broadway“ mit François Lilienfeld 9. November: „Lange Nacht der
Erinnerung“, Beginn 19.30 Uhr 17. November: Mitzwah-Day mit spannendem Programm 15. Dezember: „Chanukka – Vor dem
Fest“ – Einstimmung auf die Feiertage 21.
Januar: „Stimmen der
53“ – Aus den Erinnerungen der 1933 vertriebenen Wissenschaftler
der Uni Göttingen mit Hinrich Lange Im
Rahmen des Bündnis 27. Januar: Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus 18.
Februar: „Jiddische Lieder
zum Mitsingen und Lernen mit dem KlezPO“,
Leitung Wieland Ulrichs 30.
März: „1. Seder“
– Feier bei und mit der Jüdischen Kultusgemeinde für
Göttingen und Südniedersachsen e.V. 15. April: „Der Comic aus der Hand jüdischer
Zeichner“ von ,Vater und Sohn‘ bis ,Wonder-Woman‘ (verlegt in die Kulturtage);
stattdessen: „Ich war ein Wolfskind aus Königsberg“ 27.
Mai: „Die
Kindertransporte“ (vorgezogen auf den 15. April); stattdessen: „Umgang
mit Antisemitismus in Deutschland“ mit Dr. Sergey Lagodinsky 14.
– 17. Juni: Jüdische Kulturtage
anlässlich des 16. Jahrestages des Lehrhauses mit offenen
G‘ttesdiensten in der Synagoge Rote Straße 28 sowie Musik, Tanz
und Vortrag (Programm-Flyer Anfang Juni) 19.
August:
„Klezmer-Konzert“ mit den Evas 16.
September: „Die jüdische
Mathematikerin Emmy Noether“ mit Dr. Cordula Tollmien 21.
Oktober: „Leonard Cohen, Melancholiker und Rebell“ mit Dr. Jonas
Engelmann 9.
November: „Kabbalat
Schabbat“ am Mahnmal der ehemaligen Synagoge; 9.
Dezember: „7.
Tag Chanukka – Feier mit Konzert“ bei und mit der Jüdischen
Kultusgemeinde für Göttingen und Südniedersachsen e.V. Auch im Programm: Israelische Tänze mit Roxana Alvarez Tichauer
Tänze voller
Lebensfreude – von den Anfängen der Siedlerbewegung bis heute. Von
traditionell bis modern, von ruhig bis schnell. Da wir vor allem
Kreistänze tanzen, ist kein fester Partner erforderlich. Nähere Informationen
bei Marie-Luise Küsgen
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