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Jüdisches Lehrhaus Göttingen e.V.

gegründet am 16. Juni 2002

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Ein Lehrhaus ist kein Haus aus Stein, sondern aus Worten.

 

Nächste Veranstaltung:

„Memoiren der Glückel von Hameln“

18. September 2016, 16 Uhr: Christine Fürst und Eva Tichauer Moritz

Kurzfristig musste das Thema des Lernnachmittags vom 18. September geändert werden. Das vorgesehene Streitgespräch zum Verhältnis von Papst und Juden wird im kommenden Jahr erneut ins Programm aufgenommen. Mehr dazu und alles Wissenswerte zum neuen Jüdischen Jahr im bald erscheinenden Kalender für 2017 (5777/5778).

Die Memoiren der Glückel von Hameln (1645 – 1724) sind ein einmaliges Dokument ihrer Zeit und ihrer Welt. Die in Hamburg geborene Glickl Pinkerle ist die Tochter eines angesehenen Diamantenhändlers, der sich als einer der ersten Juden Wohnrecht in Hamburg erkaufen darf. Die erst seit rund zehn Jahren einer größeren Öffentlichkeit bekannten „Memoiren“ geben einen klaren Einblick in das soziale, wirtschaftliche und kulturelle Leben der Juden Mitteleuropas. Bereits mit 14 Jahren wurde sie als Glückel von Hameln verheiratet. Die jüdische Kauffrau, Mutter von zwölf Kindern und weibliches Oberhaupt einer weitverzweigten Familie lebt in einem jüdischen Getto, kommt aber auch weit in Europa herum: Ihre Handelswege führen sie nach Danzig, Stettin, Kopenhagen, Wien, Prag, Amsterdam und bis ins Elsass, wo sie 1724 in Metz stirbt.

Christine Fürst und Eva Tichauer Moritz stellen uns das Leben dieser beeindruckenden, zweimal verheirateten Frau vor, die für den Lebensunterhalt ihrer großen Familie sorgt, während ihr Mann sich dem Thora-Studium widmet. Ihr Wahlspruch lautet: „Hat man Geld oder Ware von anderen Leuten in Händen, muss man mehr Sorge dafür haben als für das seinige selbst, damit man, G’tt bewahre, keinem ein Unrecht tut!“

1691 beginnt Glückel von Hameln, ihr Leben aufzuschreiben, als Zeitzeugin mit journalistischen Fähigkeiten. Nicht zu kurz kommt dabei ihr Verhältnis zur jüdischen Religion.

 

Der jüdisch-christliche Kalender für 2017 ist in Vorbereitung. Er umfasst das komplette jüdische Jahr 5777 sowie die ersten Monate 5778. Mehr dazu demnächst an dieser Stelle.

 

Veranstaltungen 2016

(Änderungen aus aktuellem Anlass sind möglich)

Wenn nicht anders angegeben: Beginn jeweils um 16 Uhr im
Löwenstein, Rote Straße 28, 37073 Göttingen.

 

17. Januar: „Judentum und Ökologie“ – Zu Tu Bischwat (Neujahr der Bäume) mit Rabbiner Dr. Almekias-Siegl

Im Rahmen des Bündnis 27. Januar

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

 

21. Februar: „Boris Dorfman – A mentshmit Maria Milagros Sanchez und Antonius Maria Grüber (NEU)

 

20. März: „Die Zehn Gebote – Schwerpunkte rabbinischer Auslegung“
mit Eva Tichauer Moritz: Die Zehn Gebote finden wir überall, zum Beispiel auszugsweise im Strafgesetzbuch, aber auch als Darstellung, wie in den beiden Türen des Gebäudekomplexes „Löwenstein“.

 

23. April: „2. Seder“ – Feier bei und mit der Jüdischen Kultusgemeinde

Für die Speisen und Getränke wird ein Unkostenbeitrag erhoben

 

22. Mai: Exkursion nach Erfurt

 

16. – 19. Juni: Jüdische Kulturtage anlässlich des 14. Jahrestages des Lehrhauses mit offenen G‘ttesdiensten in der Synagoge Rote Straße 28 sowie Musik, Tanz und Vortrag (Programm-Flyer im Mai)

 

Im Juli wegen der Sommerferien kein Lernnachmittag

 

14. August: „Mein Herz tanzt“; Filmausschnitte und Diskussion, entfällt – dafür jetzt (vom März):
„Judentum und Koran“ mit Prof. Tilman Nagel (Termin eine Woche früher als laut Kalender geplant)

 

18. September: „Die Memoiren der Glückel von Hameln“ – Ersatz für: „Der Papst und die Juden – ein Streitgespräch“ (verlegt nach 2017)

 

23. Oktober: Simchat Thora – das Fest der Thora-Gebung“; Feier bei und mit der Jüdischen Kultusgemeinde

 

9. November: „Lange Nacht der Erinnerung“ (Beginn wie immer gegen 19.30 Uhr)

 

18. Dezember: „Chanukka – Vor dem Fest“; Einstimmung auf die
Feiertage
Für die Speisen und Getränke wird ein Unkostenbeitrag erhoben

 

Alle Interessierten sind herzlich willkommen.
Der Eintritt ist in der Regel frei (Ausnahmen bei Bewirtung) – Kaffeepause eingeplant – über kleine und große Spenden freuen wir uns

Bei Fragen zu den einzelnen Veranstaltungen wenden Sie sich bitte an
Eva Tichauer Moritz oder Marie-Luise Küsgen

Veranstaltungen 2015

Einen Überblick über alle jüdischen und christlichen Festtage des laufenden Jahres bietet der Kalender des Jüdischen Lehrhauses Göttingen e.V., der gegen eine Spende im Roten Buchladen (Nikolaikirchhof), bei der Buchhandlung Hertel (Kurze Straße), in der Filiale der Buchhandlung Calvör in Bovenden sowie im Bistro Löwenstein erhältlich ist. Aktuell umfasst der Kalender im Format 63 x 29 cm die Zeit von Rosh Haschana (in der Regel im Monat September) bis 31. Dezember des Folgejahres. Ein Download der PDF-Datei des aktuellen Kalenders ist hier möglich.

(Änderungen aus aktuellem Anlass sind möglich)

18. Januar: „Tagebuch der Grete Paquin“ – Ereignisse 1933 an der Uni Göttingen, mit Hinrich Lange, im Rahmen des Bündnis 27. Januar

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

15. Februar: „Theater (nicht nur) für Kinder“

22. März: „Jesaia: Lieder vom G‘ttesknecht“, mit Rabbiner Salomon Almekias-Siegl

26. April: Fahrt nach Bergen-Belsen – Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers

17. Mai: Befreiung 1945? „Berichte überlebender KZ-Häftlinge“

16. – 21. Juni: Jüdische Kulturtage anlässlich des 13. Jahrestages des Lehrhauses mit offenen G‘ttesdiensten in der Synagoge Rote Straße 28 sowie Musik, Tanz oder Vortrag (Programm-Flyer ab Mitte Mai)

19. Juli: Exkursion nach Hannover: Besuch der Orthodoxen sowie der Jüdisch-bucharisch-sefardischen Gemeinde

Im August wegen der Sommerferien kein Lernnachmittag

20. September: „Zu den Hohen Feiertagen – das Kol Nidrejmit
Kantor François Lilienfeld

18. Oktober:Jüdische Gauchos – musikalische Lesung von und mit Lucian Plessner

9. November: „Lange Nacht der Erinnerung“: Von ,Jude Bauer‘ zum Nazijäger – Hessens Generalstaatsanwalt Fritz Bauer – Beginn gegen 19.30 Uhr

13. Dezember: Chanukka-Feier bei und mit der Jüdischen Kultusgemeinde ab 18 Uhr im Bistro Löwenstein

Für die Speisen und Getränke wird ein Unkostenbeitrag erhoben

Wenn nicht anders angegeben: Beginn jeweils um 16 Uhr im
Löwenstein, Rote Straße 28, 37073 Göttingen.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen.
Eintritt frei – Kaffeepause eingeplant – über kleine und große Spenden freuen wir uns

Bei Fragen zu den einzelnen Veranstaltungen wenden Sie sich bitte an
Eva Tichauer Moritz oder Marie-Luise Küsgen

Auch im Programm:

Israelische Tänze mit Roxana Alvarez Tichauer

Tänze voller Lebensfreude – von den Anfängen der Siedlerbewegung bis heute. Von traditionell bis modern, von ruhig bis schnell. Da wir vor allem Kreistänze tanzen, ist kein fester Partner erforderlich.
Wir treffen uns einmal im Monat – in der Regel vor dem Lehrhaustermin bei Arbeit und Leben.
Vorkenntnisse sind nicht notwendig.

Nähere Informationen bei Marie-Luise Küsgen

 

Das jüdische Bildungsproblem auf allen Stufen und in allen Formen ist die jüdische Lebensfrage des Augenblicks:
Des Augenblicks. Denn wahrhaftig: die Zeit zum Handeln ist gekommen –
„Zeit ists zu handeln für den Herrn – sie zernichten deine Lehre“ (Ps.119,126).

Franz Rosenzweig, der Begründer des Freien Jüdischen Lehrhauses in Frankfurt (1920), in einem an Hermann Cohen adressierten Aufruf aus dem Jahre 1917

 


Am 24. Juli 2005 wurde die
Jüdische Kultusgemeinde für Göttingen und Südniedersachsen e.V. 
gegründet. Veranstaltungen und Informationen auf der eigenen Homepage.

 


 

Die Vorsitzende des jüdischen Lehrhauses Göttingen und der Jüdischen Kultusgemeinde für Göttingen und Südniedersachsen begründet ihre von vielen Betroffenen geteilte Ablehnung der Projekte "Stolpersteine".

Letzte Änderung 10.3.2015
Webadministrator: Alexander Gutowski.
Dr. Cordula Tollmien hat die Seite bis Januar 2007 betreut, anschließend bis Oktober 2011 war Petra Hangaly verantwortlich.

Hier finden Sie eine alphabetische Übersicht über alle Dateien dieser Homepage, die sich allerdings noch im Aufbau befindet. Deshalb zunächst einmal nur alles zu Hilde Domin, Elisa Klapheck und Franz Rosenzweig!

 

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